"Vespa bella Donna" von Peter Roos
Die Taillie des Jahrhunderts. Die Formen der 50er. (Untertitel)
"Vespa! Das Fossil der Fifties. Vespa! Die wahnsinnigen Jahre mit wahnsinnigen Formen und den wahnsinnigen Frauen - das Lustrum der Lolitas, die Dekade der Donner-Busen. Vespa! Fifties! Und die ganze Pracht des Aufatmens nach '45, selbst wenn es sofort wieder paßgeformt wird in Design und Dessous. Die Gleichsetzung ist nicht nur symbolisch; den Rundungen der Büstenhalter-Cups entsprechen die Rundungen der Kotflügel, die Hauben stylen den Motor wie die Halter die Hüften, die eingenähten Drahtbügel des BHs sind die nächsten Verwandten der Schweißnähte am Blech, als diene alles der schwungvollen Formierung von Körpern. Wenn Vespafahren Erotik ist, sind die Bilder dieses Bandes erotischer Appell, Appell mit dem gesamten Arsenal der Verführung: Bikini, Pelz und Neglige, und dazu dienen Wespenweib und Weibsbild - die Frau als Roller-Blickfang, die Brust als Fixpunkt, der Schmollmund lockt, Kußlippen lachen, die Hüfte schwingt, die Freiheit winkt als freie Aussicht in die Tiefe vieler Decolletes; die neue Freiheit ist die Bein-Freiheit, der Wind hebt jeden Rock, macht Schenkel sichtbar und läßt Höschen ahnen. Die Frau kleidet die Vespa, die Vespa kleidet die Frau.
Peter Roos erzählt in diesem lust- und kunstvoll gestalteten Bild-Band die Vespa-Story als erotisches Poesie-Album: Er fährt die Taillie des Jahrhunderts liebevoll nach und führt die Formen der 50er kritisch vor. Nach seinen Italien-Erzählungen "Vespa Stracciatella" und seinem ARD-Film "Vespa Fieber" rollen jetzt die beiden Essays zu 100 schönen Frauen und ihren fahrenden Wespen aus den 50ern an: der Schriftsteller Peter Roos ist der deutsche VesPapst!" (Klappentext)
Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!
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